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Im Wohnzimmer wird Kunst am meisten angeschaut – vom Sofa aus, von der Tür, bei einem langen Abendessen. Gleichzeitig gibt es hier mehr Wände zu gestalten als in jedem anderen Raum: die große über dem Sofa, die über Sideboard und Fernseher, die Ecke beim Sessel. Hier erfährst du, wie jede davon gelingt, welche Größen sich eignen und wie du Motive findest, die zu deinem Raum passen, so wie er ist.
Auf einen Blick
Die Wand über dem Sofa sieht jeder, also fang dort an. Die Kunst sollte etwa zwei Drittel der Sofabreite einnehmen und 20–30 cm über der Rückenlehne hängen, damit Sofa und Kunst als Einheit wirken. Richte sie mittig zum Sofa aus, nicht zur Wand. Über einem 200 cm breiten Sofa hast du damit vier gute Möglichkeiten:
Ein 100x140, hoch oder quer. Quer deckt es etwa zwei Drittel des Sofas ab, hoch tauscht es Breite gegen Höhe – die mutigste Wahl.
Zwei 70x100, etwa 146 cm breit. Die sicherste Art, eine große Wand über dem Sofa zu füllen.
Drei 40x50, etwa 132 cm breit. Grafisch, ruhig und leicht gerade aufzuhängen.
Sechs Rahmen rund um ein 50x70, etwa 140 cm breit. Persönlich – und sie kann mit der Zeit wachsen.
Für ein einzelnes großes Bild findest du die Motive in unserem XL-Guide. Weitere Möglichkeiten, mehrere Bilder zu kombinieren, zeigen unsere Bilderwand-Ideen – fünf Anordnungen, maßstabsgetreu gezeichnet.
Größenrechner
Wähle das Möbelstück, gib die Breite ein und sieh, was passt – mit Größe, Abstand und Aufhänghöhe.
100x140 cm · quer
Ein großes Poster, das den Ton angibt – hier hat die Wand das Wort. Nimmt etwa 70 % der Breite des Sofas ein.
Poster in 100x140 entdeckenFünf Anordnungen für die Bilderwand →Basiert auf unserem Aufhänge-Guide: 20–25 cm über dem Möbelstück, 6 cm zwischen den Rahmen und die Oberkante höchstens 210 cm über dem Boden. Gerechnet mit üblichen Möbelhöhen und 240 cm Deckenhöhe.
Ein Sideboard ist die Stelle im Wohnzimmer, die sich am leichtesten gestalten lässt. Ein Querformat, etwa zwei Drittel so breit wie das Sideboard und 15–25 cm darüber aufgehängt, sieht immer richtig aus. Oder lehn ein oder zwei Rahmen obendrauf an die Wand – für einen entspannten, vielschichtigen Look, den du leicht verändern kannst.
Hast du einen Fernseher? Quetsch die Kunst nicht direkt darüber. Häng sie neben den Fernseher, auf Höhe des Bildschirms, oder bau eine kleine Bilderwand in schwarzen Rahmen um ihn herum – dann wird der dunkle Bildschirm im ausgeschalteten Zustand zu einem der Bilder.
Die kleineren Wände geben dem Wohnzimmer seine Persönlichkeit. Über einem Lesesessel passt ein Hochformat in 50x70 oder zwei 30x40 übereinander – häng sie etwas tiefer als sonst, denn du betrachtest sie im Sitzen. Eine schmale Wand zwischen zwei Fenstern verträgt ein hohes, schlankes Format, und die Wand, die du von der Tür aus siehst, verdient eines deiner Lieblingsstücke.
Fang mit dem an, was schon da ist. Nimm zwei oder drei Farben von Sofa, Teppich oder Vorhängen und lass dich von ihnen bei den Motiven leiten – wiederkehrende Farben sorgen dafür, dass Kunst wirkt, als gehöre sie genau dorthin. Dann entscheide dich für die Stimmung: ruhig und still oder eine Wand, die Energie bringt. Vier Richtungen, die in die meisten Wohnzimmer passen:
Sanfte Abstraktionen, Weiß in Weiß und Schwarz-Weiß-Fotografie, die sich mühelos mit Leinen, Eiche und Wolle verbinden.
Japanische Holzschnitte und stille Naturmotive für einen ruhigen Raum voller natürlicher Materialien.
Scherenschnitte, Blumen und kräftige Formen, die ein neutrales Sofa aufwerten und eine weiße Wand warm wirken lassen.
Matisse, Klimt und van Gogh – zeitlos in einem modernen Raum und immer ein guter Gesprächsstoff.
Schneide Papier in der Größe zu, die du in Betracht ziehst, und kleb es für einen Tag an die Wand. Vom Sofa aus siehst du viel leichter, ob 50x70 reicht oder ob die Wand nach 70x100 verlangt. In unserem Größenguide für Poster findest du alle Größen, und wenn du so weit bist, stöbere durch alle unsere Poster fürs Wohnzimmer.
Etwa zwei Drittel der Sofabreite. Über einem 200 cm breiten Sofa sind das rund 130–150 cm Kunst: ein 100x140, zwei 70x100, drei 40x50 oder eine Bilderwand. Über einem 160 cm breiten Sofa zwei 50x70 oder ein 70x100.
Lass 20–30 cm zwischen Rückenlehne und Unterkante des Rahmens. An einer freien Wand hängst du die Bildmitte etwa 145–150 cm über dem Boden auf.
Mittig zum Sofa. Sofa und Kunst werden als eine Gruppe wahrgenommen, also richte ihre Mitten aneinander aus – auch wenn das Sofa nicht in der Mitte der Wand steht.
Häng die Kunst neben den Fernseher, statt sie darüber zu quetschen, oder bau eine Bilderwand in schwarzen Rahmen um den Bildschirm, damit er sich einfügt. Ruhige Motive wirken neben einem Bildschirm am besten.
Nimm zwei oder drei Farben aus deinen Textilien und lass dich von ihnen leiten. Mit abstrakten und botanischen Motiven lebt es sich leicht, Fotografie bringt Ruhe, und klassische Kunst gibt dem Raum Charakter.
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